OFFENBARUNGEN

 

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Es war dunkel. Es hatte sogar einen leichten stinkigen Geruch. Der Gang war endlos und nur ein kleines helles Licht erleuchtete den Gang. Alles sah gleich aus, so als würde man dieselbe Strecke immer wieder laufen. An der Seite waren viele Kapseln. In diesen Kapseln könnten Menschen locker Platz haben. Eine nach der anderen, auf beiden Seiten. Es war wirklich alles gleich. Sah man nach hinten, sah man genau das gleiche, wie wenn man nach vorne sah. Es war wirklich immer alles gleich.
“ IST HIER JEMAND?“ schrie Daniel durch die Gänge und sein Schrei hallte zurück. Daniel wusste nicht wie er hier her kam und was hier eigentlich machen sollte. Es war gespenstisch. Durch das Stargate konnte er nicht kommen, denn er sah hier keines und der Gang war endlos. So weit war Daniel noch gar nicht gegangen. Es gab keine Abzweigungen oder sonst was, er hatte keine Ahnung wie er an diesen Ort gekommen ist.
„ HALLO?“ schrie Daniel noch mal. Doch es gab keine Antwort. Die Kapseln waren verhüllt, man konnte nicht sehen, was sich in diesen Kapseln befand. Daniel hatte Angst, ihm zog es einen leichten kühlen hauch über seinen Rücken. So schiss hatte er schon lange nicht mehr. Er würde in einem Kampf gehen, wenn es keinen anderen Ausweg gab, doch wenn man so hilflos in so einem Gang steht, und nicht weiß wie man hier weg kommt und noch gar nicht, wie man hergekommen ist, da fühlt man sich verlassen. Daniel wusste, dass er hier nicht lange überleben könnte, da ihm das Wasser und Nahrungsmittel fehlt.
„ VERDAMMT NOCH EINMAL, IST HIER JEMAND“ brüllte Daniel weiter. Doch genau dieser Satz kam als Echo wieder zurück.
“ Das darf doch alles nicht wahr sein“ meinte Daniel zu sich und schüttelte den Kopf. Daniel versuchte weiter zu kommen, doch nichts änderte sich. Da entschied er sich, dass er doch laufen könnte, irgendwann müsste ein Eingang oder Ausgang kommen. Daniel lief und lief und lief, doch es änderte sich einfach nichts. Es schien schon, als würde er 2 Kilometer laufen, doch es sah gleich aus, wie sonst auch immer. Daniel brach zusammen und lag entnervt auf dem Boden.
“ HILFE, was soll dieser Blödsinn hier, wer hat mich hier hergebracht und wie komme ich wieder hier weg?“ schrie Daniel durch die Korridore. Doch er bekam nur seinen eigenen Satz als Antwort zurück.

Das Stargate schimmerte nur so in der Nacht. Einige Jaffa standen bereit und zielten mit ihren Stabwaffen auf das offene Stargate, wo bis jetzt noch nichts durchkam. Plötzlich schossen Geschosse aus dem Stargate. Noch links nach rechts. Diese Kugeln prallten bei den Rüstungen der Jaffas ab und sie fielen um. Nach wenigen Sekunden kam O’Neill heraus und sah sich um. Er bemerkte, dass alle Jaffas Tod waren. Es folgten Carter, Teal’C und Major Hammer.
“ Gut, das es ein DHD gibt“ meinte Jack.
“ Gut geschossen“ lobte Hammer seinen Vorgesetzten.
“ Erfahrungssache“ gab Jack zu verstehen. Das Stargate schloss sich und die Gegend um sie wurde dunkel. Alle schraubten die Taschenlampe an ihre MP 90, bis auf Teal’C, der in der Nacht gar nicht so schlecht sah. Außerdem hatte er eine Stabwaffe, da konnte man schlecht eine Taschenlampe befestigten. Zu dies war Teal’C noch ziemlich nervös, da es eine sehr private Mission war, die für ihm sehr wichtig war.
„ So Teal’C, retten wir deinen Sohn“ meinte Jack und ging voran. Teal’C sah einmal ein bisschen auf den schwarzen dunklen Himmel, der da oben über ihm wanderte.
„ Wie wollen wir das eigentlich anstellen?“ fragte Hammer neugierig. Er wollte einfach nur wissen, wie sie das anstellen, dass hat er irgendwie nicht ganz mitbekommen.
“ Ryak war hier um einen Freund von ihm zu befreien, der Gefangen genommen wurde. Niemand wusste, dass hier Ba’al arbeitete. Nun ist er selbst ein Gefangener und braucht unsere Hilfe. Doch wir konnten ihn nicht lokalisieren, also keine Ahnung wie wir das anstellen, wir müssen wohl improvisieren“ erklärte Carter.
“ Wieso ist er eigentlich alleine hier her gegangen, er hätte doch uns fragen können“ meinte Hammer.
“ Sein Freund Kay’ok ist so eine Art Rebell. Er will sich nicht unterordnen und macht gemeine Bemerkungen. Ryak war klar, dass wenn er hier sein würde nicht lange überleben könnte. Deshalb ist er gleich los gestürzt, ohne ein Wort zu sagen“ erklärte Teal’C.
„ Hmm, irgendwie richtig blöd“ sprach Hammer und runzelte seine Stirn.
“ Tja, gefallen wird es ihm nicht“ meinte Jack und ging weiter. Sie waren kurz vor dem Lager und machten sich schon Gefechtsbereit.

Daniel hat sich wieder aufgerafft und starrt eine der Kapsel an.
“ Was zum Teufel ist da drinnen?“ fragte er sich selbst. Er ging auf eine Kapsel zu und streckte seine Hand aus. Er versuchte diese Kapsel vorsichtig zu berühren. Als er die Oberfläche berührte, passiert gar nichts. Daniel atmete mal aus, denn er konnte sich hier in diesem Gang schon vor gar nichts mehr wundern. Er schliff mit seiner Hand weiter und suche eine Öffnung. Vielleicht sind diese Kapseln der Ausweg, vielleicht ist er durch eine dieser Kapseln hineingelangt. Das könnte die Lösung sein. Er tastete die ganze Kapsel ab, doch irgendwie war nichts zu finden.
„ Das darf doch nicht war sein“ regte sich Daniel auf und suchte weiter nach einer Öffnung, doch er fand einfach nichts. Er konnte alles absuchen was er wollte, er würde hier nie etwas finden. Was hat er denn getan, dass er hier gelandet ist, vielleicht ist das die Strafe seiner Sünden. Aber nun reichte es ihm. Wenn es schon nicht mit Gefühl geht, dann vielleicht mit Gewalt. Daniel faste beide Enden an und riss so stark er konnte. Doch die Kapsel rührte sich keinen Millimeter. Daniel versuchte es weiter, doch er erzielte leider keine Erfolge. Daniel ging ein paar Schritte zurück und schnaufte mal tief durch. Er sah verärgert auf diese Kapsel. Sein Gesichtsausdruck wurde immer grimmiger. Plötzlich lief er los und sprang voll gegen die Kapsel. Daniel flog mit einem Schmerzensschrei zurück und landete hart auf dem Boden. Er hielt sich seine Schulter, denn die tat nun verdammt weh. Daniel sah hoch zu der Kapsel, der nichts passiert ist. Er wusste schon langsam nicht mehr, was er noch alles machen sollte, er schien hier völlig machtlos zu sein.

Jack mit seinem Team kletterte einen kleinen Hügel aus Sand hinauf. Sie waren in wenigen Sekunden am Gipfel und konnten das ganze Lager überwachen. Bei ihnen sah gerade Mal ein kleiner teil der Augen über den Hügel, damit sie ja nicht entdeckt werden würden.
„ Siehst du Ryak?“ fragte Teal’C neugierig. Jack nahm sein Fernrohr mit Nachtsichtfunktion. Damit sah er mal das ganze Lager durch.
„ Und?“ fragte Teal’c nervös noch mal.
“ Ich sehe ihn noch nicht“ antwortete Jack. Auch Carter nahm ihr Fernglas und starrte in das Lager. Da viel ihr plötzlich ein Junge auf, der mit dem Rücken zu ihnen stand. Hinter ihm war ein Jaffa, der anscheinend mit ihm sprach.
“ Da“ meinte Carter und deutete auf diesen Jungen. Jack erblickte ihn dann auch sofort, doch er war sich nicht so sicher.
„ Ist das wirklich Ryak?“ fragte Jack seine Kollegin. Teal’C wurde immer nervöser, er wollte Jack schon fast das Fernrohr aus der Hand schlagen und selbst nachsehen.
“ Die Frisur passt doch“ antwortete Carter.
“ Hat euer Frisör vielleicht einen Trendjugendschnitt?“ fragte Jack seinen Jaffa Freund, der ganz nervös neben ihm wartete.
„ Wir schneiden uns die Haare selbst“ erklärte Teal’C. Jack starrte plötzlich Teal’C an. Sein Blick viel sofort auf Teal’Cs Frisur.
“ Jetzt weiß ich, warum du eine Glatze hast „ meinte Jack und der Jaffa sah ihn etwas entnervt an.
“ Hey Leute, da passiert was“ meinte Carter. Jack riss es sofort wieder an das Fernglas, der diese Situation beobachtet.
„ Ist es Ryak?“ fragte Teal’C noch einmal. Major Hammer lag auf da, sagte aber kein Wort, er konzentrierte sich auf die Lage.
„ Nicht eindeutig zu sagen, WOH“ meinte Jack plötzlich. Teal’C sah Jack verwirrt an.
“ Der Jaffa richtete die Waffe auf diesen Jungen“ kommentierte Carter die Lage, in der sich der Junge befand.
„ Für deinen Ungehorsam wirst du bestraft werden“ meinte der Jaffa und öffnete seine Stabwaffe. Dieses Blitzten sah auch Teal’c und wollte schon aufspringen und dort hinlaufen. Jack drückte seinen Freund nieder,
“ Lass mich“ meinte Teal’C mit einer bösen Stimme.
„ Wir wissen nicht einmal ob es Ryak ist, und wenn ja, was können wir jetzt noch für ihn tun“ meinte Jack. Schon hörte man einen Schuss. Carter riss sofort das Fernrohr von ihren Augen weg und senkte ihren Kopf. Jack und Teal’C sahen nach unten. Der Junge fiel gerade zu Boden und schien tot zu sein.
„ Ryak“ meinte Teal’C entsetzt. Die ersten Tränen kullerten bereits von seiner Wange.
„ Oh mein Gott“ meinte Major Hammer, der sich nun auch mal zu Wort meldete. Ein Stillschweigen herrschte bei SG-1 und jeder sah geschockt runter. Könnte da jetzt wirklich das passiert sein, was sich gerade jeder dachte. Das dort gerade Ryak getötet wurde. Kamen sie zu spät, wäre das denn möglich? Jeder war so geschockt, dass sie fast zum atmen vergaßen. Nun würde sie kein einziges Dezibel Gerät erfassen können. Das einzige was man vielleicht hörte, ist der erhöhte Herzschlag.
“ Nein“ meinte Teal’c und senkte seinen Kopf. Jack legte seine Hand auf die Schulter des Jaffa.
“ Es tut mir ehrlich Leid“ meinte Jack und trauerte mit. Teal’C fing zum schluchzten an und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Seine Frau war tot und nun auch sein Sohn, was ist er bloß für ein Vater. Er kann nicht einmal auf seinen Sohn achten, sein eigenes Fleisch und Blut, er musste sich schwämmen, er war nicht gut genug um zu leben. Doch plötzlich hörte man einen lauten Schrei vom Lager:
„ NEIN“ schrie ein anderer Junge der nun die Leiche sah. Ganz SG-1 sah plötzlich runter.
“ Diese Stimme“ meinte Teal’c und würde auf eine Sekunden auf die Andere wieder total konzentriert. Jack nahm das Fernglas und suchte diesen Jungen. Jack sah ein Zelt wo gerade ein Junge heraus gestürmt war.
„ NEIN, Kay’ok, nein“ schrie dieser Junge. Teal’c wurde immer optimistischer.
“ Es ist Ryak“ brachte Jack endlich über die Lippen. Teal’Cs Herz hüpfte vor Freude.
„ Oje“ meinte Carter plötzlich. Das Herz hörte plötzlich auf zu hüpfen.
„ Was ist denn, Major Carter?“ fragte Teal’C gespannt, der seit langem wieder richtig seine Gefühle spürte. Carter sah ins Fernglas wie versteinert. Aus dem Zelt kam Ba’al persönlich und nahm Ryak an der Schulter. Ryak wollte sich wehren, doch Ba’al griff gleich fester zu und zerrte Ryak in das Zelt. Die Wachen nahmen wieder ihre Stellungen ein und bewachten das Lager.
“ Wir haben ein ernstes Problem“ sagte Carter. Teal’c starrte Major Carter ganz verrückt an. Er konnte jetzt keine wirklich schlechte Nachricht vertragen.
“ Ba’al bewacht ihn persönlich“ gab Carter bekannt. Teal’Cs Gesicht versteinerte nur langsam.

Daniel ist am Verzweifeln. Was macht er hier, wie ist er hier hergekommen. Wo sind seine Freunde, suchen sie ihm oder haben sie ihm schon aufgegeben. Daniel hat total das Zeitgefühl für die Welt verloren. Er wusste nicht, wie weit er bereits gegangen war, oder wie lange er schon durch die Gegend spazierte. Die Kabinen brachte er auch nicht auf. Daniel hatte bereits vergessen mit zu zählen, wie oft er es probiert hat.
“ LASST MIR HIER RAUS“ brüllte Daniel so laut wie er konnte. Doch wieder kam nur sein Echo zurück.
“ WO BIN ICH HIER?“ schrie Daniel nochmals. Es kam nur das erwartete Echo. Daniel war nur wirklich am Rand des Wahnsinns. Er setzte sich auf den Boden und raufte sich die Haare.
„ Komm schon Daniel, was hast du vorher gemacht, bevor du hier her gekommen bist?“ fragte sich Daniel selbst und versuchte diese Antwort selbst zu finden. Er wusste noch wie er in der Früh aufgestanden ist und mit Teal’C einen kleinen Happen zu sich genommen hat. Er aß eine Schüssel Müsli, Teal’C verdrückte gleich 2 Kilo Weintrauben, 5 Äpfel, 3 Bananen und ein Nutellabrot. An das hatte sich Daniel eigentlich nie gewöhnt, und das wird es wahrscheinlich auch nicht. Danach traf sich Daniel mit General Hammond, sie besprachen ob es ihm gut ging. Die wichtigste Frage von Hammond war, ob sich Daniel noch als Antiker fühlt. Daniel antwortete mit na ja, er wusste ja nichts mehr von seiner Antiker Zeit, also woher sollte er wissen, wie sich das anfühlt bzw. ob er es jetzt fühlt. Hammond meinte, Daniel sollte sich ausruhen und sollte um fünfzehnhundert in der Krankenstation erscheinen. Danach ließ die Erinnerung nach. Daniel konnte sich nicht mehr konzentrieren. Diesmal hob er seinen Kopf und starrte die Kapsel an. Er riss sich zusammen und stand auf. Nun stand er direkt vor der Kapsel, total durch den Wind. Er hatte es schon mal getan, doch er fühlte irgendwie, dass er es nochmals tun muss. Er hob seine Hand auf und streckte sie langsam Richtung Kapsel. Er wusste nicht, was ihn erwarten würde, er wusste nicht einmal, warum er das tat, aber es ging nicht anders. Er musste es tun, er spürte es, es gab keinen anderen Weg. Daniel berührte die Oberfläche der Kapsel ganz leicht. Plötzlich veränderte sich auf der Kapsel irgendetwas. Die Substanz, was den Inhalt verdeckte wurde langsam schwärzer und schwärzer. Es schien so als würde sich die Farbe verfärben. Daniel sah kurz auf die anderen Kapseln und bemerkte, dass dort das gleiche geschah. Daniel starrte wieder auf die Kapsel vor ihm, er war schon richtig gespannt, was dort in dieser Kapsel war. Er spürte regelrecht, wie sich sein Puls erhöhen würde und wie groß seine Augen wurden, als die Kapsel schon fast schwarz war. Als sich alles schwarz verfärbt hatte, sah man noch immer nicht rein, nur war die Kapsel diesmal nicht mehr rot, sondern schwarz. Durch dieses Schwarz, wirkte nun dieser Gang noch länger und noch dunkler. Doch Daniel spürte wieder etwas, es war noch nicht vorbei, er musste noch etwas machen, er spürte es, es war seine Pflicht, sein Leben würde daran hängen. Er hatte keine andere Wahl. Er hob wieder seine Hand und streckte sie Richtung Kapsel. Als er wieder die Oberfläche berührte, war auf einem Schlag das schwarze weg. Daniel bekam ein Schock und fiel zurück, auf die andere Kapsel. Er sah hoch und erblickte den gleichen schrecklichen Anblick. Daniel stand auf, sein Herz raste, er konnte es nicht fassen. Die Tür der Kapsel vor ihm ging auf und der Inhalt flog auf dem Boden. Es war Shar’e. Daniel ging mit schwerem Herzen nach vorne und griff nach Shar’e. Sie war eiskalt, so richtig tief gefroren. Daniel stand auf und drehte sich wieder um. Auch dort öffnete sich die Kapsel und Shar’e flog heraus.
„ NEIN“ brüllte Daniel und lief los. Doch bei allen Kapseln wo Daniel vorbei lief war das gleiche. Shar’e war in dieser Kapsel, sie öffnete sich und Shar’e flog ein gefroren heraus. Daniel lief so schnell er konnte, doch dieser Gang wurde nicht kürzer, es gab kein Ende in Sicht.

Jack und Teal’C schleichen sich um das Lager herum. Die Jaffas scheinen niemanden zu erwarten, da sich alle Wachen auf das Lager konzentrierten. Die Gefangenen wurden wirklich versklavt. Jeder musste wirklich harte Arbeit vollbringen und wurden trotzdem geschlagen.
“ Ich frage mich wirklich, warum Ryak eigentlich nur im Zelt ist“ meinte Jack, als sie ganz nah am Lager waren.
“ Hoffentlich tut er Ryak nichts, ansonsten kann ich für gar nichts garantieren“ sprach Teal’C sehr zornig.
„ Wir werden ihn retten, das verspreche ich dir, bevor wir ihn nicht haben, gehen wir hier nicht weg“ versprach Jack. Teal’C sah Jack irgendwie verzweifelt an.
„ Danke O’Neill“ meinte Teal’c und klopfte seinen Menschenfreund auf die Schulter.
“ Wenn mein Sohn hier wäre, würdest du das gleiche für mich tun“ meinte Jack und trauerte kurz um seinen verstorbenen Sohn Charly.
„ Kal’check“ meinte Teal’c stolz.
“ ich will gar nicht wissen, was das bedeutet. So kann ich es mir vorstellen und mich geehrt fühlen“ meinte Jack. Teal’C nickte nur leicht und sah sich im Lager um.
“ Gut gehen wir an die Arbeit“ befahl Jack.
Carter und Hammer waren noch immer am Gipfel dieses Hügels. In der Grube vor ihnen befand sich die Grube. Das Funkgerät von Carter sprang an.
“ Wir beginnen jetzt“ sagte Jack.
“ Gut“ bestätigte Carter. Hammer wirkte sehr nervös und brachte seine P90 in Stellung.
Jack und Teal’C schlichen sich ins Lager. Beim ersten Wagen, wo irgendetwas gelagert wurde, befestigten sie einen Sprengsatz.
“ Gut, du links, ich rechts, wir treffen uns neben dem Zelt von Ba’al wieder“ gab Jack die Taktik bekannt. Teal’C nickte nur auf diesen Befehl.
“ Und sei vorsichtig“ fügte Jack noch hinzu. Teal’C nickte wiederum nur und sie liefen los. Die Jaffas waren zu sehr mit den Sklaven beschäftigt, dass sie merken würden, dass Jack und Teal’C hier gerade das ganze Lager verminten. Teal’C lief zu einem großen Rad, das anscheinend der Generator für das Lager war. Auch dort befestigte er einen Sprengsatz. Plötzlich hörte er hinter sich ein Knacksen. Teal’c drehte sich um und da stand ein Jaffa der mit der Stabwaffe auf ihn richtete. Plötzlich riss es den Jaffa und er fiel vor Teal’c tot um. Teal’C starrte auf den Hals des Jaffas. Dort war ein schönes Einschussloch. Der nächste Blick war nach oben auf dem Hügel. Major Hammer hatte mit einem Schalldämpfer den Jaffa mit einem Schuss erledigt. Carter klopfte ihm auf die Schulter.
“ Gut gemacht“ musste Carter zugeben. Das erfüllte Major Hammer mit stolz. Teal’C nickte und lief weiter. Er legte noch 2 Ladungen und lief dann zum Treffpunkt, wo Jack bereits wartete.
“ Ich hab es gesehen, der Junge hat potential“ meinte Jack.
„ Korrekt“ stimmte Teal’C zu.
“ Bist du bereit?“ fragte Jack gespannt. Teal’C nickte wiederum.
“ Treten wir Ba’al mal so richtig in den Arsch“ musste Teal’C noch sagen.
“ Hey, das ist mein Spruch“ beschwerte sich Jack. Teal’C zeigte nur ein leichtes Grinsen.
„ Du wirst schon richtig menschlich“ meinte Jack und nahm sein Funkgerät in die Hand.
“ Los Carter“ sprach der durch das Funkgerät. Carter nickte zu Hammer. Beide holten ihre Zündungseinrichtungen heraus.
“Gut, jetzt“ meinte Carter und beide drückten die Eins. Schon flogen die ersten 2 Bomben die Luft. Die beiden Karren flogen richtig in die Luft und landeten entbrannt auf dem Bauch. Dann wurde Nummer Zwei gezündet und es flogen die Wachtürme runter. Die Jaffas waren im Aufruhr. Dann folgten die anderen Sprengungen. Das Rad wurde zerfetzt und im ganzen Lager fiel der Strom aus.
“ LOS“ meinte Jack und Beide stürmten los. Währenddessen sprengten Carter und Hammer das Lager weiter in die Luft. Jack und Teal’C liefen sofort in das Zelt hinein.
“ IHR“ brüllte Ba’al und hob seine Hand wo das Handmodul befestigt war. Teal’c feuerte sofort einen Schuss auf Ba’al ab. Doch sein Schutzschild war aktiviert und ihm tat es nichts.
“ Ihr werdet für diese Tat sterben“ meinte Ba’al und das Handmodul wurde aktiviert. Doch bevor er seinen ersten Schuss los lassen konnte, bekam er von Jack ein Messer durch die Hand geworfen.
“ Ihr könnt euch wirklich mal eine neue Version von diesem Schutzschild kaufen. Deines ist entweder veraltet, oder von Microsoft“ meinte Jack. Ba’al sah Jack nur grimmig an.
“ Dafür werdet ihr büssen“ meinte Ba’al und die Ringe schossen hoch. Ba’al verschwand im hellen Licht und nun lag nur mehr Ryak in diesem Zelt.
“ Ryak“ brüllte Teal’c und lief zu seinem Sohn hin.
„ Und?“ fragte Jack neugierig.
“ Er lebt, ist aber bewusstlos“ antwortete Teal’C.
Hinter Carter und Hammer wurde plötzlich helles Licht. Beide drehten sich um, denn das Lager war so gut wie zerstört, nur die Jaffas liefen nun auf sie zu. Sie sahen wir das Stargate geöffnet war und Ba’al darin verschwand. Carter nahm sofort das Funkgerät in die Hand.
“ Sir, Ba’al verschwand gerade durch das Stargate“ sagte Sie. Jack und Teal’c sahen sich beide an.
“ Die Ringe“ meinten beide gleichzeitig. Teal’C nahm seinen Sohn und schleppte ihn zu den Ringen. Jack nahm mittlerweile sein Funkgerät in die Hand und antwortete die Durchsage von Carter:
“ Geht zum Stargate, schnell“ befahl Jack. Carter und Hammer sahen nach unten, wie gerade die ganzen Jaffas auf sie zu liefen.
“ LOS“ brüllte Carter und Beide liefen los. Während sie liefen, schloss sich das Stargate und Ba’al war verschwunden. Die Ringe aktivierten sich und Jack, Teal’C mit Ryak erschienen.
“ Schnell“ brüllte Jack. Carter tippte die Koordinaten ein und das Stargate öffnete sich. SG-1 lief durch und waren gerettet.

Daniel lief so schnell er konnte. Doch es änderte sich gar nichts daran. Alle Kapseln gingen auf und Shar’e flog heraus. Er spürte wir sein Puls stieg. Er konnte nicht mehr laufen. Seine Beine wurden immer schwerer und er fiel zu Boden. Die Kapseln sprangen auf und viele tote Shar’es flogen auf ihn drauf. Daniel konnte fast keine Luft mehr bekommen. Sein Herz schlug so schnell, dass ein ganzer Körper mit bebte. Die Luft wurde immer knapper und Daniel spürte wie sein Leben vorbeiging. Daniel versuchte einmal einen tiefen Luftzug zu holen, doch es funktionierte nicht, vor ihm wurde alles weiß.
Barbara stürmte in die Krankenstation so schnell sie konnte.
“ Verdammt noch einmal, brechen sie die Behandlung ab“ schrie Barbara und lief weiter.
„ Noch eine Minute“ sagte ein Mann in einem dunklen Anzug.
“ Nein, sie töten ihn, brechen sie die Behandlung ab“ befahl Barbara. Doch die Männer taten gar nichts. Deshalb stieß Barbara die Männer weg und setzte selbst die Maschine von Daniel ab. Daniel holte einmal tief Luft und versank dann tief im schlaf.
“ Sind sie verrückt geworden“ fragte die Männer.
“ Ihr seit verrückt geworden, sie hätten ihn fast getötet“ schrie Barbara.
“ Wir haben die Erlaubnis des Präsidenten, diese Untersuchung durchzuführen. Außerdem, wenn er gestorben wäre, würde er doch wieder in helles Licht aufgehen und in einem Jahr wäre er wieder hier“ meinte der Mann spöttisch.
“ Raus“ meinte Barbara und zeigte zur Tür.
“ Wie bitte?“ fragte der Mann mit einer erniedrigten Stimme.
“ RAUS AUS MEINER KRANKENSTATION“ schrie Barbara noch einmal und die Männer grinsten nur und gingen.
“ Verdammtes NID“ meinte Barbara nur zu sich selbst und kümmerte sich um Daniel.

„ Was ist passiert, Doktor?“ fragte Hammond neugierig.
“ Diese Idioten vom NID haben Daniel eine Überdosis verpasst. Er dabei irgendeine Horrorvision bekommen. Wir können nur hoffen, dass er nicht in dieser Vision sein Leben lang hängen bleibt oder überhaupt wieder aufwacht. Er liegt zurzeit in einem Wachkoma“ erklärte Barbara. Beide saßen im Besprechungsraum mit SG-1 und besprachen die Lage.
“ Ich verstand so wieso nie, wie sie mit einem neuen Medikament teste können, ob Daniel noch ein Antiker ist oder nicht“ gab Jack seinen Senf ab.
„ Die Wissenschaftler des NID haben den Präsidenten überzeugt, dass die damit vielleicht Lebensrettende Maßnahmen betreiben können“ antwortete Hammond.
“ Die Wissenschaftler des NID sind doch alle unkompetente Schweine“ meinte Barbara. Jeder sah sie an, denn so eine Wortwahl war sie nicht gewohnt von ihr.
„ Die haben meinen Patienten fast getötet, da darf man wohl sauer sein“ rechtfertigte sich Barbara.
“ Arbeiten sie bitte daran, dass Daniel wieder auf die Beine kommt, Doktor“ bat Hammond.
“ Natürlich“ bestätigte Barbara.
“ Und Ryak?“ fragte nun Teal’C der sehr neugierig über den Zustand seines Sohnes war.
„ Er liegt ebenfalls in einem Wachkoma. Genaueres kann ich bald sagen, ich muss noch ein paar Untersuchungen machen“ gab Barbara bekannt. Teal’c bedankte sich mit einer Verbeugung.
“ Gern geschehen“ meinte Barbara.
“ Gut, dann an die Arbeit“ befahl Hammond und alle standen auf.

Barbara und Carter waren in der Krankenstation. Ryak lag neben ihnen und rührte sich nicht. Er wurde gerade in einen Scanner hinein gelegt.
„ OK, der Scan seines Hirnes beginnt“ gab Barbara bekannt und der Scanner ging an zu arbeiten.
“ Was glaubst du haben die mit ihm aufgeführt?“ fragte Barbara ihre neue Freundin Samantha.
“ Keine Ahnung, ich ahne allerdings nichts Gutes“ antwortete Carter.
“ Diese NID Typen erinnern mich irgendwie immer an die Goa’Uld. Nur immer Macht und Geld im Schädel, nicht das Wohlergehen anderer. Das find ich einfach nur zum kotzen“ regte sich Barbara auf.
“ Na ja, auf Geld haben die Goa’Uld es allerdings nicht abgesehen“ meinte Carter mit einem leichten Grinsen.
“ Ja, ja, du wusstest schon was ich meine“ stimmte Barbara zu.
“ Irgendwie hast du sogar Recht und das finde ich eigentlich total brutal. Wir befreien andere Völker von den Goa’Uld, doch wir können uns nicht selbst befreien von den Bösen unserer Welt“ meinte Carter.
“ Tja, so ist die Welt“ sprach Barbara.
„ Der Scanner ist gleich fertig“ machte Carter ihre Freundin aufmerksam.
“ AH, danke“ bedankte sich Barbara und die Ergebnisse wurden am Bildschirm angezeigt.
„ OH mein Gott“ meinte Barbara geschreckt.
“ Was denn?“ fragte Carter nervös.
“ Diese Daten kenne ich doch, hoffentlich ist es nicht so“ meinte Barbara und rief die Ergebnisse dieser Untersuchungen von einem anderen Patienten auf.
„ Das darf doch nicht wahr sein“ sprach Barbara und starrte verdutzt auf dem Bildschirm. Barbara machte keinen Mucks mehr. Carter sah auch auf dem Bildschirm und verglich die Ergebnisse. Sie stimmten 100% überein.
„ Wer ist das?“ fragte Carter. Barbara zeigt auf dem oberen Rand des Bildschirms. Carter sah hinauf und sah den Namen: DANIEL JACKSON.

„ Daniel und Ryak leiden am gleichen Syndrom?“ fragte Hammond leicht verwirrt
„ Scheint so“ stimmte Barbara zu.
“ Wie geht denn das?“ fragte Hammer verdutzt.
“ Das NID war doch nicht auf dem Planeten, oder doch?“ meinte Jack und sah verdutzt durch die Runde.
“ Das kann doch nicht wahr sein“ meinte nun auch Hammond.
“ Aber wir haben auch eine gute Nachricht“ sagte Carter dann endlich.
“ OH, gute Nachrichten sind immer gut“ freute sich Jack.
“ Die Medikamente sind gerade auf dem Weg. Jedenfalls haben wir das Gegenmittel gefunden. Also in einigen Stunden sind beide wieder wohl auf und ich hoffe das kein bleibender Schaden bestehen bleibt“ sagte Barbara.
“ Na da sind wir mal froh“ freute sich Jack.
“ Es stellt sich nur eine Frage“ meinte Teal’C.
“ Woher hat das NID das Mittel was Ba’al hatte?“ fragte Carter.
“ Oder schlimmer, hat Ba’al vielleicht das Mittel vom NID?“ stellte Hammer die Frage anders. Alle sahen ihn geschockt an, an diese Möglichkeit hat noch niemand gedacht.
“ Ich werde dieser Sache nachgehen. Ich hoffe, dass ich nur gute Nachrichten finden kann, wenn es hier irgendwelche gibt“ sagte Hammond. Jeder sah ihn einfach geschockt an.
„ Wegtreten“ befahl Hammond und jeder stand auf und ging.

Daniel und Ryak lagen nebeneinander. Barbara war gerade dabei, die jeweiligen Medikamente in die Patienten hinein zu spritzen. Jeder stand gespannt da und war an der Entwicklung der Patienten gespannt.
“ Hoffentlich reagieren Jaffas darauf nicht anders, wie Menschen“ hoffte Teal’C.
„ Ich hoffe doch stark, dass wir anders sind wie die Jaffa“ meinte Jack. Doch Teal’C gab dieser Aussage keinen Wert. Er hoffte nur auf das beste für seinen Sohn. Daniel fing an zu husten und wurde langsam wach.
“ Hey, Daniel“ freute sich Barbara.
„ Shar’e“ meinte Daniel nur.
“ Ein böser Traum, Dany Boy, ein böser Traum“ meinte Jack. Ganz SG-1 stand bei Daniel und freute sich. Nur Teal’C stand bei Ryak der sich irgendwie nicht rühren wollte.
„ Komm schon mein Sohn, ich weiß du kannst es. Ich kenne dich, du bist eine Kämpfernatur. Ich weiß, dass du stärker bist wie ich. Bitte gebe nicht auf, ich brauche dich mein Sohn, ich brauche dich“ sagte Teal’C mit Tränen in den Augen und umarmte seinen Sohn, der noch immer nicht bei Bewusstsein war.
„ Ich brauche dich auch Vater“ meinte Ryak und machte die Augen auf. Teal’C fiel ein Stein von seinem Herzen. Er drückte seinen Sohn fest, der auch ihn drückte. Niemand war gestorben, alle wohlauf, es stellte sich aber noch immer die selbe Frage:

WOHER HATTE DAS NID DIESES MITTEL????

Written by Roland Hebesberger 2003
© by Stargate Center / Roland Hebesberger 2003