DAS ORAKEL

 

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Daniel saß gerade an seinem Computer. Die Inschriften, die er in der Höhle gefunden hatte, wurden eingescannt und er versucht sie gerade zu übersetzen. Es müsste was wichtiges sein. Sie wären fast ums Leben gekommen. Es müsste einfach ein gutes Ergebnis raus kommen das war ihm klar. Er hatte schon einiges übersetzt, doch es ergab noch einfach keinen Sinn.
“ Ich kenne diese Schriftzeichen doch“ meinte Daniel und starrte die Zeichen an. Er übersetzte es weiter. Es dauerte noch einige Stunden bis fast alle Schriftzeichen übersetzt waren.
„ Es ergibt einfach keinen Sinn“ frustrierte Daniel schon langsam. Seine Augenglieder wurden immer schwerer.
„ Ach komm schon Daniel, du schaffst es“ motivierte Daniel sich selbst. Er arbeitete bemüht weiter. Dann hatte er es. Alle Schriftzeichen waren übersetzt. Daniel setzte alle Zeichen zusammen und las den Text durch.

Ein Unheil. Alles was passiert. Gutes und Glück. Hoffnung und Leid. Alles ist ganz klar und logisch. Jeder Krieg, jede Beziehung. Jeder Gedanke, jede Angst ist ein offenes Buch. Die Zukunft ist geschrieben. In Ha’al steht alles, was passieren wird. Keine kann die Zukunft ändern. Es gibt kein Schicksal. Alles ist so, wie Ha’al es sagt. Jedes Detail, jede Verletzung. Jeder Stern, jede Sonne. Gar nichts ist unklar. Das Universum ist kein Rätsel. Es ist alles ein einfaches monogames Spiel.

Daniel saß da und hielt sich die Stirn. Er wusste nicht, was dieser verdammte Text aussagen sollte. Es klang wichtig, aber auch wie Unsinn. Er hatte keine Ahnung. Es schien, als hätte dieser Text einen Narren verfasst. Die Augenglieder wurden immer schwerer. Daniels Kopf sank leicht nach unten und landete auf dem Schreibtisch. Die Augenglieder waren nicht mehr hoch zu bekommen. Daniel verfiel dem Schlaf.

Draußen stürmte ein Feuergefecht. Stabwaffenschüsse regneten nur so vom Himmel. Es roch nach verbrannter Erde und nach dem Tod. Man hörte Leute schreien. Eine Flamme nach der anderen ragte in den Himmel und die Luft war schon fast schwarz vor lauter Rauch. Einige Mönche liefen durch ein offenes Gelände. Neben Ihnen explodierte eine Bombe nach der anderen. Einige Mittelstreckerbomben flogen immer wieder über sie drüber und feuerten auf sie. Einige flogen durch die Luft und waren tot.
„ Wir müssen sie beschützen“ brüllte einer der Mönche und versuchte schneller zu laufen. Sie hatten eine Kiste, aus der es blau leuchtete. Diese Kiste versuchten die Mönche unbedingt zu beschützen. Nun kamen wieder die Mittelstreckenbomber der Goa’Uld.
„ Schneller“ brüllte einer der Mönche. Die Bomber flogen über sie drüber und es flogen wieder einige Bomben zu Boden. Alles erhellte in grellem Licht, als alles in Flammen aufging. Einige Mönche schrieen und gingen zu Boden.
„ Wir haben es gleich geschafft, weiter“ brüllte einer der Mönche. Sie waren nur mehr zu dritt und liefen weiter. Einer von den Mönchen, der in der Mitte stand, hatte den Behälter in der Hand. Er wurde von den anderen geschützt.
“ Die Bomber sind vorüber, bis diese wieder zurückkehren, sind wir in Sicherheit“ brüllte ein Mönch. Sie liefen immer schneller. Doch plötzlich hörte man viele feindliche Schreie. Einer der Mönche drehte sich um und sah viele Jaffas, die aus dem Wald in die Lichtung stürmten. Sie feuerten los. Der eine Mönch machte große Augen. Als er plötzlich etwas Heißes an seinem Bauch spürte. Er wusste nicht, was es war. Doch es stieg rauch von seinem Bauch auf und er roch verbranntes Fleisch. Er sah nach unten und entdeckte eine große Wunde, verursacht von einer Stabwaffe. Er sah nochmals auf. Die Jaffas kamen immer näher. Das Bild wurde immer unschärfer und es wackelte. Auf einmal wurde alles schwarz und der Mönch sank zu Boden. Die anderen beiden Mönche starrten den toten Mönch verängstigt an. Danach erblickte auch der Andere die Jaffas.
“ Komm weiter“ brüllte er und drängte den einen Mönch vor ihm, damit er bisschen geschützt ist. Sie liefen einen kleinen Hügel hoch. Neben Ihnen schlugen immer mehr von den Stabwaffen Salven ein. Als sie am Hügel waren, erblickten sie ihre Rettung. Das Stargate stand einige hundert Meter vor Ihnen.
“ Das schaffen wir“ schrie einer der Mönche und die Beiden liefen los. Doch auch die Jaffas waren kurz vor dem Hügel. Es wurden immer mehr. Es lagen viele Leichen auf dem Boden und neben Ihnen brannten einige Stellen. Das waren die Mittelstreckerbomber, die so viele Leute getötet haben. Die Jaffa hatten den Hügel fast geschafft, doch die Mönche waren am Stargate angekommen. Der eine Mönch, der die Kiste nicht hatte, viel auf DHD zu und wählte die Koordinaten an. Das Stargate öffnete sich. Die Mönche starrten mit Hoffnung auf den Strudel, der gerade heraus schoss. Es war ihre Rettung. Doch die Jaffa kamen gerade den Hügel herauf und feuerten blind drauf los. Ein Schuss raste direkt auf den Mönch mit der Kiste zu. Er traf ihm in den Rücken. Er brach mit einem lauten Schrei zusammen und ließ die Kiste fallen.
„ NEIN“ brüllte der andere Mönch. Die Kiste fiel zu Boden und zerbrach. Das blaue Licht strömte heraus und schoss in eine Leiche. Es war eine schwarze junge Frau, die Blutverschmiert war. Plötzlich leuchtete die ganze Frau blau auf und es erstrahlte ein helles Licht. So als würde ein Engel erscheinen. Die Jaffa wurden geblendet und mussten ihre Augen schützen. Die Frau erwachte und das grelle Licht verschwand. Der Mönch lief zu Frau und riss sie in die Höhe.
“ Wir müssen weg“ brüllte der Mönch. Er nützte die Verwirrung der Jaffas aus und lief auf das Stargate zu. Sie liefen gerade die Stufen hoch, als die Jaffas wieder zu feuern begannen. Ein Schuss traf den Mönch im Rücken. Er fiel mit der Frau durch das Stargate. Die Jaffa liefen so schnell sie konnten zu dem Stargate. Doch sie kamen zu spät. Bevor der Erste dort war, schloss sich das Stargate und die Koordinaten waren verschwunden. Mitten unter den Jaffa, stand eine Person. Dieser hatte einen hellen Stoffmantel an. Es sah fast so aus wie ein Badeanzug, nur ein bisschen dreckiger. Seine Kapuze war weit über den Kopf gestreckt. Er hob den Kopf, und man erkannte das Gesicht. Es war Daniel Jackson. Er sagte nur ein Wort.
“ Ha’al“.

Daniel riss es aus seinem Traum. Er schwitze überall und konnte nicht fassen, was er gerade sah. Er war wohl damals als Antiker dort und hat dies beobachtet.
“ Ha’al“ meinte Daniel nur und erinnerte sich an die Geschichte von Ha’al.

OPENING CREDITS

Daniel stand im Besprechungsraum. SG-1 und Hammond saßen vor ihm und sahen ihn neugierig an. Der Besprechungsraum, sowie das ganze Stargate Center war wieder so gut wie neu renoviert worden, nach dem Jaffa Überfall vor einiger Zeit.
„ Und?“ fragte Hammond schließlich. Daniel schaltete der Projektor ein. Er zeigte die Inschriften.
„ Sie ergeben keinen Sinn. Dort steht nur drinnen, dass die Zukunft bereits geschrieben wurde. Das Universum ist kein Rätsel. Alles was Ha’al sagt, wird geschehen“ erklärte Daniel.
“ Kann Ha’al auch sagen, wer den nächsten Superbowl gewinnt?“ fragte Jack. Daniel sah ihn merkwürdig an.
“ Ich wette nun mal gerne“ verteidigte sich Jack.
„ Gut, ich wusste aber nicht, wie uns dieser Text helfen könnte. Doch dann hatte ich eine Erinnerung, aus der Zeit, wo ich damals ein Lichtwesen war“ erklärte Daniel.
„ Du hattest wieder eine Erinnerung?“ fragte Sam überrascht.
“ Es scheint, das sie wirklich immer dann kommen, wann ich sie brauche“ antwortete Daniel.
“ Vielleicht hat ja Omma was damit zu tun“ meinte Teal’C.
„ Möglich“ stimmte Daniel seinen Jaffa Freund zu.
„ Bitte weiter“ bat Hammond.
“ Ach so, na klar“ sprach Daniel und konzentrierte sich wieder auf die Leinwand.
„ Ich war damals dabei, als ein Tempel überfallen wurde. Die Mönche wollten flüchten, doch alle starben. Ihr Heiligtum wurde auch zerstört. Es war eine Lichtquelle namens Ha’al. Doch diese Lichtquelle strömte in eine Leiche, die danach sofort wieder zu Leben erwachte. Sie verschwand durch das Stargate“ erzählte Daniel.
“ Und?“ fragte Jack, der die Sache noch nicht ganz verstand. Doch diesmal war er nicht ganz alleine. Da die Anderen es auch nicht wirklich verstanden.
“ Ha’al ist ein Orakel“ antwortete Daniel. Alle stockten. Sie sahen Daniel verwirrt an.
“ So wie das Orakel in Matrix? Das möchte ich nie, die war so nervig mit ihren Keksen, die auch Gefühle brauchen“ brodelte Jack vor sich dahin.
“ Ha’al, weiß alles was passiert und passieren wird. Wenn wir sie finden, könnten wir vielleicht wichtige Informationen über Anubis und Sha’an bekommen“ erklärte Daniel.
“ Und Sie sind sich da ganz sicher, dass dieses Orakel wirklich alles weiß?“ fragte Hammond.
“ Omma hatte sehr viel Respekt vor Ha’al“ erklärte Daniel.
“ Ach, schon wieder eine Erinnerung?“ fragte Jack.
“ Nein dieselbe“ korrigierte Daniel seinen Freund aus.
“ Oh“ seufzte Jack.
„ Dann haben Sie grünes Licht. Abreise in 2 Stunden“ befahl Hammond.
“ Danke, Sir“ bedankte sich Daniel. Jeder stand auf um sich darauf vorzubereiten.

Das Stargate schimmerte am helllichten Tag über die Flächen der langen Wiesen, die ein einem Wald führten. Doch neben dem Wald war eine gewaltige Lichtung, die etwas verbarg. Der Ereignishorizont schlug wellen, als Jack durchgerannt kam. Er sah sich sofort um. Danach schoss Carter und Teal’C raus. Als letztes kam Daniel auf den Planeten. Es machte ein „ WUSCH“ und das Stargate hatte sich geschlossen. Jack sah sich um. Er atmete tief ein. Die frische Luft war einfach ein Wahnsinn, so was fand man auf der Erde nirgends mehr. Keine Abgase, keine Verschmutzungen, nur reine Luft. Vögel flogen über die Bäume hinweg und sangen einige Lieder. Einige Tiere, die man auf der Erde sicher nie finden würde, huschten durch die Wälder. Jack ging etwas nach vor und starrte die Lichtung an. Es war schon eher ein sehr großer Graben. Es ging tief hinunter. Doch dieser Graben versteckte etwas, wenn man durch das Tor kam. Doch Jack sah es nun, da er am Abgrund stand.
“ WOW“ meinte Jack. Durch diese Aussage wurden seine Teamkollegen neugierig und marschierten zu ihm. Alle blieben geschockt stehen und sahen in den Graben.
“ Ha’al“ sagte Daniel mit freudiger Stimme. In der Mitte des Grabens stand ein mächtiger Tempel. Es schien, als würde dieser Tempel 200 Meter hoch sein und einige Kilometer breit. Einfach ein wahnsinniges Teil.

Es war ein langer Marsch um zu diesem Tempel zu gelangen. Doch diese Luft beflügelte einen. Nun standen sie vor dem Eingang des großen Tempels.
“ OK; bin gespannt, was wir darin finden“ meinte Jack und öffnete die Tür. Es knarrte, da durch kamen einige Lichtstrahlen in den Raum. Alles war staubig und die Luft war schon nicht mehr so gut.
“ AHA“ seufzte Jack als er eintrat. Die anderen Mitglieder des SG-1 Teams kamen auch sofort rein und sahen gleich verdutzt wie Jack.
“ Ein so großer Tempel, und das ist alles?“ fragte Jack verärgert. Es war ein Raum von fünf Meter Länge und zwei Meter Breite. Auf der Wand befanden sich einige Schriftzeichen, doch das war es schon. Kein weiterer Gang, geschweige denn eine weitere Tür. Dieser Eingang schien auf der einzige zu sein.
„ Also das nenne ich verbaut“ sprach Carter.
„ Korrekt“ stimmte Teal’c zu. Doch Daniel lief sofort auf die Schriftzeichen zu und holte ein Notizblock heraus.
„ Du und deine Schriftzeichen“ seufzte Jack.
„ Du und deine Simpsons“ konterte Daniel.
“ HEY, die Simpsons sind Kult, einfach unschlagbar“ ärgerte sich Jack.
„ Diese Zeichen hier können uns retten“ meinte Daniel. Jack sah ihn etwas verärgert an.
“ Na gut, knapp gewonnen. Aber ohne Simpsons wäre das Leben nicht Lebenswert, verstanden“ sprach Jack. Daniel nickte nur und konzentrierte sich auf die Schriftzeichen. Im Notizblock standen die Zeichen aus der Höhle.
“ Irgendetwas von Bedeutung, Daniel Jackson?“ fragte Teal’C, der leicht nervös schien. Dieser Gang machte ihn irgendwie zu schaffen. Doch er hatte keine Ahnung warum.
„ Das sind vollkommen neue Zeichen. Bis ich das übersetzt habe, kann es eine Weile dauern“ antwortete Daniel. Jack seufzte und lehnte sich an eine Wand.
„ Lass dir einfach Zeit, es wird schon kein Tornado kommen“ meinte Jack. Doch Daniel ignorierte diesen Kommentar und konzentrierte sich. Er sah sich die Zeichen ganz genau an.
„ Gut, diese Schrift ist mir nicht bekannt. Es ist also keine Erdensprache, ich muss anders nachdenken“ sprach Daniel so vor sich hin.
“ Oh Tornadolein kommet doch her“ sang Jack. Carter verpasste ihn einen kleinen Klaps auf die Schulter und Jack hielt die Klappe. Daniel sah sich weiter die Schriftzeichen an.
„ Moment einmal“ sagte Daniel plötzlich. Jack holte Luft um irgendetwas zu sagen, doch Carter hob drohend ihren Zeigefinger und Jack verstummte, bevor er etwas sagen konnte.
“ Dieses Zeichen kenne ich. Das war auch auf der anderen Wand“ erkannte Daniel und blätterte in seinem Notizblock herum. Dann hatte er das Symbol.
„ Ha’al“ stöhnte Daniel und berührte das Zeichen. Plötzlich leuchtete das Symbol auf. Daniel hüpfte zurück und starte es an. Das Symbol fing an sich zu drehen und ein Wirbel entstand in der Wand.
“ Was zum Teufel“ wunderte sich Jack. Plötzlich spürte Daniel einen Druck. Der Wirbel zog ihn heran. Der Wirbel wurde immer größer und plötzlich war Daniel weg. Gleich danach war der Wirbel verschwunden, genauso wie Daniel.
“ Das darf doch einfach nicht wahr sein“ ärgerte sich Jack und lief auf die Wand zu.
“ Jack?“ fragte Sam verdutzt.
“ Ich hol ihn zurück“ brüllte Jack und griff auf das Symbol. Doch es passierte gar nichts. Jack griff noch mal drauf. Doch es kam einfach kein Wirbel.
“ Das wird ja immer besser“ ärgerte sich Jack und sah seine Teammitglieder an, die ebenfalls nicht begeistert von der Tatsache war, das Daniel gerade von einem Wirbel verschluckt wurde.

Daniel flog direkt ins Schwarze und landete auch darauf. Es schien ein endloser schwarzer Raum zu sein. Damit war irgendwie klar, warum der Tempel so groß schien. Daniel stand auf und sah sich um.
“ Na gut“ meinte Daniel und sah sich um. Es war niemand hier. Er stand irgendwie direkt in der Mitte. Er drehte sich einmal um sich selbst, doch er sah nichts, außer der Farbe Schwarz.
„ Daniel Jackson“ hörte Daniel plötzlich eine Stimme. Er drehte sich um und sah einen Mann, der wie ein Chinese aussah. Er hatte weiße Kleidung an. Daniel hatte sich doch gerade einmal um sich selbst gedreht und da war noch keiner. Außerdem müsste das Weiße doch total raus stechen.
“ Wo kommst du denn her?“ fragte Daniel.
“ Von nirgendwo her“ antwortete dieser Mann.
“ Aber du warst vorher noch nicht da“ meinte Daniel.
“ Ich bin immer da“ erklärte der Mann.
“ Na gut, dann warst du immer da und ich hab dich einfach übersehen“ sagte Daniel.
„ Ich war vorher nicht da und doch da“ erklärte dieser Mann.
„ Bist zu zufällig mit Omma de Sala verwandt?“ fragte Daniel.
„ Nein, ich bin kein Antiker. Mein Name ist Kolam“ stellte sich der Mann vor.
“ Woher weißt du?“ wollte Daniel wissen.
„ Daniel Jackson von der Erde. Verlor seine Eltern bei einem Unfall als er klein war. Wurde von Pflegeltern großgezogen. Er entdeckte, dass die Pyramiden Landeflächen für die Goa’Uld waren. Catherine Langford zog ihm zum Projekt Stargate hinzu. Er entschlüsselte dieses Geheimnis und seit an ist er bei SG-1, angeführt von Colonel O’Neill. Verheiratet mit Sha’re die ums Leben kam durch Teal’C, der allerdings dich beschützen wollte. Vor 2 Jahren gestorben und zum Lichtwesen, auch bekannt als Antiker aufgestiegen. Hat aber ein Vergehen begannen und wurde wieder als Mensch ohne Erinnerungen ins Universum geschickt. Von SG-1 entdeckt und nun unterwegs um Ha’al zu finden“ erzählte Kolam die Lebensgeschichte von Daniel.
“ Bin beeindruckt. Und wie komme ich zu Ha’al?“ wollte Daniel wissen.
„ Du musst dich als Würdig erweisen“ antwortete Kolam.
„ Und wie?“ würde Daniel gerne erfahren. Kolam hob seine Hand und in diesen Raum erschienen plötzlich viele bunte Lichter die durch diesen Raum schossen.
“ Löse das Rätsel“ meinte Kolam. Daniel wollte gerade noch fragen, was er raus finden sollte, doch da war dieser Mann verschwunden.
“ Na gut“ meinte Daniel und sah sich die Lichter mal an.

Jack stand noch immer in diesen Gang und starrte auf das Zeichen.
“ Na gut, was machen wir nun?“ fragte Jack und drehte sich um, damit er seine Teamkollegen ansehen komme.
“ Keine Ahnung“ musste Sam zugeben. Teal’c sah ihn einfach böse an.
“ Ach komm schon Leute, wir müssen doch irgendetwas machen können“ ärgerte sich Jack.
„ Vielleicht gibt es einen anderen Eingang. Wir sollten mal nachsehen“ schlug Teal’C vor. Jack sah ihn etwas verdutzt an. Der Tempel war riesig, das würde eine Ewigkeit dauern.
“ Keine Besseren Vorschläge?“ fragte Jack noch einmal. Doch es kam keine Antwort von seinen Kollegen.
“ Gut, Carter sie gehen mit mir einen anderen Eingang zu finden, Teal’C du bleibst hier, falls Daniel es schafft, wieder zurück zu kommen“ befahl Jack. Die Zwei nickten. Jack und Sam marschierten los, während sich Teal’c vor die Wand stellte und dieses Zeichen anstarrte.

Daniel stand noch immer da und starrte die Lichtpunkte an die um ihn herum schwirrten.
„ Ich kenne das doch irgendwo her“ stellte Daniel fest. Er ging auf einen etwas ruhigeren Lichtpunkt zu und berührte ihn. Dieser Lichtpunkt blieb plötzlich stehen und leuchtete etwas heller. Daniel sah es an und überlegte.
“ Na gut, ich muss etwas zusammenstellen, doch vorher muss ich wissen, was es ist“ hatte Daniel endlich die Hauptaufgabe kapiert. Er sah sich die Lichtpunkte noch einmal an. Sie flogen alle um ihn herum.
“ Es dreht sich alles um mich“ sagte Daniel und überlegte.
„ Nein nicht um mich. Es sind viele Punkte. Alle drehen sich um einen gewissen Punkt“ überlegte Daniel. Er sah sich dieses Schauspiel der Lichtpunkte an und dann ging ihm ein Lichtlein auf.
„ Ich bin die Sonne“ stellte Daniel fest.
„ ICH BIN DIE SONNE, ist das die Lösung?“ brüllte Daniel. Doch es passierte nichts. Die Lichtpunkte rasten weiter.
„ OK, das war nicht die Lösung, aber mal ein Anfang“ motivierte sich Daniel selbst und überlegte weiter. Er konnte die Lichtpunkte anhalten. Was hatte das für einen Grund. Er müsste würdig sein. Er würde einen Wesen mit dem ganzen Wissen, was es im ganzen Universum gibt, gegenüber stehen. Er müsste also auch Wissen haben um damit umgehen zu können. Er ist die Sonne, der ganze Raum hier sollte das Universum darstellen. Deshalb schien der Raum unendlich zu sein, was er aber wahrscheinlich gar nicht ist. Dann schoss es Daniel. Er ging auf einige Lichtpunkte zu und berührte sie, damit sie zum Stillstand kamen. Er machte das mit einem System und hatte dann neun der Lichtpunkte angehalten. Er stellte sich in die Mitte und sah es sich an.
“ So hat unser Sonnensystem bei der letzten Sonnenfinsternis im Mittelmeerraum ausgesehen“ sagte Daniel. Die Anderen Lichtpunkte verschwanden und die berührten Lichtpunkte bewegten sich Oralförmig um ihn.
„ Korrekt“ meinte Kolam, der nun wieder auftauchte.
“ War auch nicht einfach“ musste Daniel zu geben.
“ Sollte es auch nicht sein. Für jeden gibt es eine andere Lösung. Diese war nur für dich bestimmt“ erklärte Kolam.
“ Bin ich nun würdig?“ fragte Daniel. Doch anstatt er eine Antwort bekam, veränderte sich der Raum ums ich. Er stand plötzlich in einer art Höhle und vor sich war ein tiefes breites Loch. Es war gut 10 Meter tief. Ganz unten lag ein Kind das um Hilfe bat. Daniel sah sich wieder um. Es gab keinen Ausgang und Kolam war nicht mehr da. Als war das zuerst nicht die einzige Prüfung.

Teal’C stand noch immer vor der Wand. Doch es passierte einfach gar nichts. Plötzlich rührte sich das Funkgerät.
“ TEAL’C GEH IN DECKUNG“ schrie O’Neill. Teal’C verstand zuerst nicht, was los ist. Doch plötzlich spürte Teal’c einige Erschütterungen am Boden. Es bebte leicht und ein bisschen Staub flog von der Decke zum Boden.
„ Was ist los O’Neill, kommt schon wieder ein Tornado?“ fragte Teal’C. Die Tür sprang auf und Jack lief mit Sam in den Gang hinein.
“ Nein, viel schlimmer“ antwortete Jack. Teal’C lief zur Tür und sah hinaus. Einigem Meter vor ihm ging der Boden in Flammen auf. Danach blickte der Jaffa in die Höhe und sah wie ein Mittelstreckenbomber über ihn rüber flog und auf den Tempel feuerte.
“ Sieht gar nicht gut aus“ meinte Teal’C.
„ Du sagst es“ stimmte O’Neill ihm zu.

Daniel stand vor dem Loch und sah sich die Wände an, die zu dem Kind runter führten. Sie waren nicht glatt, einige Stellen ragten heraus. Runter kommen wäre nicht das Problem, allerdings wie er das Kind rauf bringen könnte, das wäre das Problem.
„ Das schaffe ich schon“ meinte Daniel und sah sich an seiner Uniform um, irgendetwas davon müsste doch zu nützen sein. Ein Seil hatte er, doch es war zu kurz um runter zu kommen. Allerdings würde es reichen, das Kind auf seinen Rücken zu binden. Daniel musste wohl oder übel ohne Schutz runter klettern. Er setzte sich hin und suchte zwei Stellen, wo er seine Füße hinstellen konnte. Als er diese Stellen hatte drehte er sich um und hielt sich an anderen Stellen fest. Nun kletterte er langsam Stück für Stück runter. Er hatte schon fast die Hälfte. Doch plötzlich rutschte er mit einem Fuß ab. Daniel klammerte sich mit seinen Händen fest. Sein Fuß schwang herum. Er fand keinen Halt mehr. Er müsste weiter runter. Er streckte sich so gut wie konnte. Doch er fand keinen Halt mehr. Seine Hände gaben auch schon langsam nach. Er konnte sein Gewicht fast nicht mehr halten. Plötzlich rutschte seine linke Hand auch noch weg. Durch den Schock verlor er auch den Halt bei seinem anderen Fuß. Nun hing er noch an einer Hand. Doch auch diese rutschte langsam weg und dann hatte er keinen Halt mehr. Er flog runter. Der Flug schien ewig zu halten. Er wollte nicht enden. Doch plötzlich landete er. Es war hart aber doch irgendwie weich. Der Matsch spritze auf die ganzen Wände und Daniel stöhnte mal auf.
„ Unten bin ich wenigstens mal“ meinte Daniel und versuchte sich mal aufzusetzen. Doch er musste leicht aufstöhnen, denn er verspürte einen heftigen Schmerz im Rückenbereich. Doch er schaffte es und sah sich um nach dem Kind. Es lag da und schrie nur. Daniel kämpfte sich auf die Beine und lief hin.
“ Geht es dir gut?“ fragte Daniel.
“ Ich kann meine Beine nicht bewegen“ schrie das Mädchen, dessen weißes Kleid schon ganz dreckig war.
“ Kein Problem, wir bekommen dich schon rauf, wie bist du eigentlich hier her gekommen?“ wollte Daniel wissen.
“ Ich bin von einem Jaffa geflüchtet und hier dann runter gefallen. Der Jaffa meinte, er ließ mich hier sterben, das wäre viel schlimmer für mich“ antwortete das Mädchen und fing zu weinen an.
“ Wir schaffen das schon“ versprach Daniel und packte sein Seil raus.
“ Das wird jetzt etwas wehtun, aber dadurch kommen wir raus, schaffst du das?“ wollte Daniel wissen. Das Mädchen nickte. Daniel setzte es auf. Das Mädchen schrie so laut es konnte. Es halte sogar durch die ganze Höhle.
“ So geschafft, du musst jetzt nur die Position so halten, schaffst du das?“ fragte Daniel. Das Mädchen nickte, als ihr schon die ersten Tränen aus Schmerz die Wange runter liefen.
“ Wir haben es gleich“ versprach Daniel und band um ihren Oberkörper ein Seil herum. Danach setzte er sich Rücken an Rücken mit dem Mädchen und band sich das Seil um seinen Bauchbereich. Als es fest genug war, zog sich Daniel hoch. Das Mädchen befand sich nun am Rücken von Daniel.
“ Ist es mit den Schmerzen erträglich?“ fragte Daniel.
“ Ja“ antwortete das Mädchen mit schluchzender Stimme. Daniel atmete tief durch, denn er musste nun die Wand wieder hoch kommen. Er griff mit seiner ganzen Kraft an zwei Stellen der Wand und zog sich hoch. Er suchte Stellen für seine Füße und kletterte hoch. Die Wand war wirklich nicht leicht zu bezwingen. Sie war nass, also ziemlich rutschig. Die Stellen waren ziemlich klein und ebenfalls rutschig. Die Kraft von Daniel ließ schon etwas nach. Doch er packte seine ganze Kraft zusammen und zog sich mit dem Mädchen hoch. Er rutschte öfters ab. Doch er konnte sich mit seien Händen gerade noch halten. Das Mädchen schluchzte noch immer.
“ Wir haben es gleich, nur mehr ein paar Schritte“ sagte Daniel und riss sich noch mal zusammen. Er griff nach ganz oben und hatte den Boden in seiner Hand. Er ließ seine Muskeln spielen und zog sich mit dem Mädchen am Rücken hoch. Er stöhnte dabei, doch sie waren gerettet. Beide waren heil oben angekommen. Daniel wollte gerade fragen wie es dem Mädchen geht. Doch er lag wieder in den schwarzen Raum und es war wieder mal keiner da. Bis auf eine Stiege, die sehr hoch schien. Davor standen zwei große Kübel, gefüllt mit Wasser. Daniel stand auf und ging hin. Er kannte diese Kübel. Sie haben ein fünf Liter vermögen. Also ergaben die zwei Kübeln insgesamt zehn Kilo. Daniel sah die lange Stiege an und wusste was er tun müsste. Er nahm einen Stock, der neben den Kübeln lag. Er verband die zwei Kübeln damit und hob sie um seine Schultern. Dann begann er mit der ersten Stufe.

Die Mittelstreckenbomber kamen wieder und feuerten auf dem Tempel. Viel Gesteinsbrocken flogen tief zu Boden. Die obere Pracht des Tempels waren bereits zerstört, doch bis der Tempel zerstört war, würde es noch eine Weile dauern.
„ Also ich habe keine Angst, das der Tempel einstürzt“ sagte Jack.
“ Aber das der Gang es nicht mehr lange aushält“ beendete Sam den Satz für ihren Vorgesetzen.
“ Die Goa’Uld würden es auch bald wissen, dass sie es nicht schaffen, den Tempel schnell genug zu zerstören“ erklärte Teal’C.
“ Ach sind die so schlau?“ fragte Jack ironisch.
“ Allerdings“ antwortete Teal’C, der wohl die Ironie von Jack nicht ganz verstand. Man hörte wieder, dass die Bomber kamen, doch diesmal war das Geräusch anders. Es gab wieder einige Treffer, doch der Gang hielt es noch aus. Es rieselte wieder Staub zu Boden und Jack musste leicht hüsteln.
„ Sie verschwinden“ meinte Teal’c.
“ Was?“ fragte Sam.
“ Die Bombe fliegen wieder hoch“ erklärte Teal’C.
„ Also geben sie auf?“ fragte Jack verwirrt.
“ Nein“ antwortete Teal’c.
“ Was dann?“ wollte Sam erfahren.
“ Sie holen Verstärkung“ erklärte Teal’C. Jack sah zu dem Zeichen und wusste nicht was er machen sollte.
“ Komm schon Daniel, beeil dich“ meinte Jack. Denn wenn noch mehr Bomber kommen würden, wahrscheinlich sehr viele um diesen Tempel zu zerstören, dann müssten sie flüchten. Mit oder ohne Daniel.

Daniel ging eine Stufe nach der anderen. Er konnte seine Füße schon fast nicht mehr heben. Die Last wurde immer schwerer. Er sah kurz zurück. Die Treppe ging schon fast ewig nach unten. Ein ende war nicht in Sicht. Doch er hatte keine andere Wahl, als einfach weiter zu gehen, was sollte er sonst machen. Er ging einfach weiter. Eine Stufe nach der anderen. Ihm kam es so vor, als würde seine Kniescheibe gleich zum Teufel gehen. Doch er marschierte einfach weiter. Er hätte es bald geschafft. Er sah nun schon das Ende. Doch seine Kraft ließ nach. Er hatte noch gut fünfzig Stufen vor sich. Er marschierte weiter. Seine Schultern gingen schon immer tiefer. Sein Körper wurde schon fast zusammengedrückt. Seine Knie brannten unheimlich schmerzhaft. Doch er würde es schaffen. Er ist eine Kämpfernatur. Vielleicht nicht gerade ein Krieger, aber eine Kämpfer natur. Er hat schon so viel überstanden, auch das würde er schaffen. Davon wäre er überzeugt. Er hob immer wieder seine Füße und stieg auf die nächste Stufe. Immer Schritt für Schritt. Er wurde immer langsamer und er brauchte immer länger für eine Stufe. Doch er hatte es gleich geschafft. Er sah das Ende. Das war seine Hoffnung. Vielleicht wäre es schon die letzte Prüfung die er machen müsste, denn sie wurden immer Schwieriger. Doch dies würde er noch schaffen. Er war kurz vor dem Ziel. Seine Füße konnten schon nicht mehr. Doch da war sie, die letzte Stufe. Daniel ging hinauf und hatte es geschafft. Er setzte die Kübel ab und schnaufte mal durch. Er drehte sich um, denn er wollte die Stiege sehen, die er gerade bezwungen hatte. Doch da war nichts mehr. Er sah nur eine weite grüne Landschaft. Doch ihm kam dieser Ort bekannt vor. Hier war er schon einmal. Er drehte sich wieder um. Die Kübeln waren verschwunden, doch er sah ein weißes Zelt. Ihm kamen die Erinnerungen wieder hoch. Plötzlich sah er sich selbst. Er schoss auf einen Jaffa, der zu Boden ging. Doch vorher ging direkt vor ihm ein Stabwaffenschuss in die Luft. Dann kam ein weiterer Jaffa aus dem Zelt. Daniel wollte feuern, doch es würde sich nicht ausgehen. Teal’c feuerte auf ihn und der Jaffa ging zu Boden. Daniel stand auf und lief in das Zelt. Das sah er alles und er wusste was los war. Er lief sich selbst hinterher. Doch er hatte einiges an Rückstand. Als er am Zelt ankam ging er hinein und sah Sha’re. Es war genau wie damals. Daniel kniete vor seine Frau und wurde mit dem Handmodul immer schwächer. Seine Waffe fiel gerade aus der Hand. Er ging auf sich selbst zu und sah seinen Gesichtsausdruck. Sha’re stand ohne irgendwelche Gefühle zu zeigen da und war gerade dabei seinen eigenen Mann zu töten. Auch wenn sie eine Goa’Uld war, es traf ihn doch wieder heftig. Plötzlich stürmte Teal’C in das Zelt und zielte mit der Stabwaffe auf Sha’re. Er sah Daniel und Sha’re. Auch Daniel sah es selbst, er stand sich selbst gegenüber. Daniel brüllte, dass Teal’c es nicht machen sollte, doch er hörte nicht auf ihn. Deshalb lief Daniel auf Teal’C zu und riss ihm die Stabwaffe aus der Hand. Teal’C wollte gerade auf Daniel losgehen. Doch er holte mit der Stabwaffe aus und verpasste Teal’C einen Schlag im Gesicht. Teal’C flog zu Boden und war bewusstlos. Daniel sah sich selbst an. Er war kurz vor dem sterben. Deshalb ließ er die Stabwaffe fallen und lief auf Sha’re zu. Er wollte sie davon abhalten. Er griff auf die Hand von seiner Frau, wo das Handmodul befestigt war. Doch sie holte mit der anderen Hand aus und traf Daniel mitten im Bauch. Er flog durch das ganze Zelt und landete im anderen Ende des Zeltes. Er stöhnte kurz vor Schmerzen auf. Doch er war sofort wieder bei sich und stand auf. Doch er sah gerade, wie er selbst zu Boden ging. Er rührte sich nicht mehr. Sha’re grinste und sah ihren toten Mann an. Sie marschierte stolz aus ihrem Zelt, während die Leiche von ihm selbst da lag.
„ Das war die falsche Entscheidung, du hast keine Stärke bewiesen, es tut mir Leid“ sagte Kalom der hinter Daniel aufgetaucht ist. Daniel drehte sich wütend um. Er hatte Tränen in den Augen.
“ Das war nicht fair. Jeder würde so reagieren, wenn er eine zweite Chance bekommen würde“ schrie Daniel.
“ Du hast die falsche Entscheidung getroffen. Es tut mir Leid“ sagte Kalom. Plötzlich bebte es. Daniel und Kalom sahen nach oben und wussten nicht was vor sich gehen würde.

Jack, Sam und Teal’C liefen aus den Gang und wollten so weit wie möglich vom Tempel weglaufen. Es kam eine ganze Flotte von Bombern auf Ihnen zu. Es war so an die Fünfzig von diesem Bomber. Alle feuerten einige Schüsse auf den Tempel auf. Eine Explosion jagte die Andere. SG-1 war nun schon im Wald gelandet und versteckte sich. Sie sahen wie ein Schuss nach den anderen im Tempel ein schlugen. Der ganze Tempel ging ganz langsam in Flammen auf. Bei den letzten Schüssen verlor der Tempel den halt und brach total ein.
“ Oh mein Gott“ sagte Sam, denn sie wusste, das Daniel dort noch irgendwo war. Er stand noch immer in den Zelt und starrte mit Kalom in die Höhe. Plötzlich machte es einen lauten Knall und eine Welle von Feuer kam auf Daniel zu. Er schützte sein Gesicht. Es wurde immer heißer und es wäre gleich mit ihm vorbei. Plötzlich wurde es wieder kühl. Daniel hatte wieder Kraft in seinem Körper. Er nahm seine schützende Hand vom Gesicht weg. Er war in einem hell erleuchteten Raum. In mitten des Raumes lag ein Tisch wo eine schwarze Frau drauf lag. Sie war Blutverschmiert und schwach.
„ Ha’al?“ fragte Daniel verdutzt.
“ Korrekt“ stimmte sie zu. Daniel war an seinem Ziel angekommen, er wusste nur nicht wie. Die Bomber hatten den Tempel zerstört und flogen wieder zu ihrem Mutterschiff hinauf. SG-1 saß geschockt im Wald und starrte auf dem zerstörten Tempel, wo Daniel gefangen war.

Daniel ging leicht geschockt auf sie zu. Sie sah ihn nur an und grinste. Das Blut an ihrem Körper glänzte. Ihr schönes weißes Gewand war damit ruiniert.
„ Daniel Jackson“ sagte Ha’al.
„ Bist du das Orakel?“ fragte Daniel.
„ Allerdings“ antwortete Ha’al.
“ Ich habe die Prüfung nicht bestanden“ musste Daniel zugeben.
“ Ich wusste es. So wie ich wusste, dass die Goa’Uld angreifen würden und mich töten werden“ erklärte Ha’al.
“ Wenn du es wusstest, warum bist du nicht geflohen?“ fragte Daniel.
“ Dann würde ich dich jetzt nicht sehen“ antwortete Ha’al. Daniel wollte gerade wieder etwas fragen. Doch Ha’al hob ihre Hand und Daniel hielt inne.
“ Du wirst alles verstehen. Lass mich bitte erzählen“ bat Ha’al. Daniel nickte.
„ Ich weiß alles. Das was ich sehe, das passiert auch. Es wird nicht anders sein. Außer ich greife ein. Dann sehe ich, was sich verändern wird. Also weiß ich immer was passieren wird. Doch gibt es da nur ein Problem. Ich sehe was passiert, doch wenn man eingreift, weiß ich erst was passiert, wenn eingegriffen wurde. Ich habe es des Öfteren etwas geändert und wusste sofort wie es weiter gehen sollte. Die Zeitreise, die ihr damals unternommen hattet, war kein Zufall Daniel. Ich habe euch durch die Zeit geschickt und ich wusste sofort, ihr würdet das Schicksal ändern können. Doch in Gewisse Sachen konnte ich einfach nicht eingreifen. Ich weiß was dich bedrückt und ich werde dich nicht länger auf die Folter spannen. Das Schicksal des ganzen Universums hängt von euch ab. Hätte ich nicht eingegriffen, wäre es vorbei. Es hätte sich alles so abspielen sollen, dass die Goa’Uld den Tempel zerstören und ich sterben werde. Du schaffst die Prüfung nicht und kommst hier auch um dein Leben. Doch ich habe dich rechtzeitig zu mir geholt, denn ich habe wichtige Informationen für dich. Janets Kind hätte das Universum zerstören sollen. Dadurch, dass ihr es gewusst habt, bekam das Kind ein anderes Geschlecht und es kann ein normales Leben führen, in dieser Zukunft. Doch dieses Leben würde nicht lange dauern. Dieses Kind hätte einen gewissen Goa’Uld eingepflanzt bekommen. Doch es ist geschehen, nicht bei diesem Kind, sondern bei einer anderen Person namens Barbara Brandstätter. Sha’an wäre der Goa’uld gewesen, der in Janets Kind geschlüpft wäre. Nun geht alles viel schneller vor sich. Anubis und Sha’an haben sich verbündet. Wenn sie die Quelle der Macht finden wird es einen Machtwechsel geben und Sha’an wird das ganze Universum ins Nichts auflösen. Ihr müsst verhindern, dass Anubis und Sha’an die Quelle der Macht finden, ansonsten seit ihr verloren“ erzählte Ha’al.
“ Und was passiert dann?“ wollte Daniel wissen. Ha’al wusste, etwas Blut kam aus ihrem Munde.
“ Mein Ende ist nahe. Ich muss es schnell machen. Wenn Anubis und Sha’an die Quelle der Macht finden, sind sie unschlagbar und Sha’an wird eine Materie erzeugen, die unser aller Dasein auslöscht. Was nachher passiert, kann nicht einmal ich sehen. Wenn ihr es verhindert, wird eine neue Zukunft geschrieben. Dadurch, dass ich diese Veränderung nicht bewirke, kann ich nicht sehen was passiert, bis es geändert wird und so lange werde ich nicht mehr leben. Dann liegt es an euch, wie die Zukunft geschrieben wird“ antwortete Ha’al.
„ Und wo befindet sich die Quelle der Macht?“ fragte Daniel.
“ Die Quelle der Macht ist auch meine Macht. Ich bin aber nur ein Teil davon. Ein Minimaler Teil. Ich habe den Teil des Blickes in die Zukunft bekommen. Dadurch weiß ich nicht, wo sich die Quelle verbirgt, da es das einzige noch existierende Geheimnis des Universums ist“ antwortete Ha’al.
„ Angenommen, wir können es nicht verhindern, dass die Quelle der Macht entdeckt wird. Gibt es dann noch irgendeinen weg, das Ende aufzuhalten?“ fragte Daniel nervös. Ha’al hustete immer mehr und nun strömte das Blut schon aus ihrem Munde. Doch sie fängt sich noch einmal. Sie fing ganz leicht an zu grinsen und sah Daniel mit viel Hoffnung an.
“ Dann kann kein Mensch dieses Universums sie noch aufhalten“ antwortete Ha’al und fing wieder zu husten an.
“ NEIN“ brüllte Daniel und lief zu ihr hin. Er nahm ihren Kopf, der noch immer hustete und richtete ihn zu seinem.
“ Es muss einen weg geben, es aufhalten zu können“ meinte Daniel. Doch Ha’al hustete immer mehr.
„ Ich habe dir alles gesagt“ meinte Ha’al und plötzlich wurden ihre Augen leer. Ihr Körper sank zusammen und rührte sich nicht mehr. Daniel ließ sie los und wich zurück.
“ Nein, Nein, Nein“ sagte Daniel vor sich hin. Plötzlich ging Ha’al in helles blaues Licht auf. Es erleuchtete den ganzen Raum. Daniel hielt sich seine Augen zu, damit er sich vor diesem Licht schützen konnte. Als das grelle nachließ stand Daniel in Mitten der Trümmer des Tempels. Er hatte Tränen in den Augen. Das Schicksal aller lag nun in seinen Händen.

SG-1 konnte Daniel finden und sie waren wieder sicher auf der Erde gelandet. Doch Daniel war immer irgendwie abwesend. Leicht geschockt, was aber auch kein Wunder war. Er stand ewig lang unter der Dusche und versuchte seine Last runter zu waschen. Doch es half nichts. Nun saß er im Besprechungsraum mit General Hammond und seinen Teamkollegen. Ihm war klar, dass er diese Last teilen musste, denn alleine würde er es nie schaffen.
“ Du warst also bei diesem Orakel?“ fragte Sam.
“ Ja“ antwortete Daniel knapp und mit deprimierter Stimme.
“ Hat es wertvolle Informationen preisgegeben?“ wollte Hammond erfahren.
“ Allerdings“ sagte Daniel n och immer mit einer miesen Stimme.
„ Und?“ fragte Jack etwas neugierig.
„ Sha’an ist der Goa’Uld, der später Janets Baby übernommen hätte. Nun wird es viel früher zum Untergang des Universums kommen. Wenn wir nicht verhindern, dass Anubis und Sha’an die Quelle der Macht findet, dessen Standort unbekannt ist, sind wir alle verloren. Ich zitiere das Orakel persönlich: Dann kann kein Mensch dieses Universums sie noch aufhalten“ erklärte Daniel.
“ Die Quelle der Macht. Der Ursprung von allen Mächten. Alles leben stammt von ihr ab. Sie ist der Kreislauf des Universums“ sagte Teal’C plötzlich.
“ Du kennst es?“ fragte Daniel verdutzt.
“ In der Tat, ich weiß aber auch nicht wo es sich aufhält. Nur sagt man in Geschichten. Wer die Quelle der Macht findet und es an sich nimmt wird unsterblich und hat alle Macht des Universums“ antwortete Teal’C.
„ Eines ist klar, uns wird es sicher nicht langweilig“ meinte Jack.
„ Nein Jack. Etwas anderes ist klar“ widersprach Daniel. Alle sahen ihn neugierig und gespannt an.
“ Wenn wir es nicht verhindern, wird das ganze Universum nicht mehr so existieren, dass wird darin leben können oder sonst ein Lebewesen auf diesen Planeten. Das Schicksal aller Lebewesen die es im ganzen Universum gibt, tragen wir in unseren Händen“ sprach Daniel Jackson.

Written by Roland Hebesberger 2004
© by Roland Hebesberger / Stargate Center 2004